Herrschaftszeiten -

Urbanes Grün im Osten Münsters und der Werseradweg

Unterwegs im Bereich des ehemaligen Amtes St. Mauritz

Ca 18 km, Zeit (-aufwand ) 3 Stunden mit Besichtigung


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Die Boniburgbuche - der dickste Baum Münsters steht an der Route

 

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Vom Mauritztor, dem ehemaligen Stadttor, ist noch ein Torhäuschen direkt neben der Promenade vorhanden. Neben Torhaus ragt ein massiver Bergahorn in die Höhe. Die drei Platanen an der Nordseite stellen Münsters markanteste Baumgruppe dieser Art dar. Gegenüber, im Promenadengraben, steht eine gepflegte Blutbuche.

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In der Grünanlage vor dem Telekomgebäude an der Warendorfer Straße stehen drei bis zu 500 cm Stammumfang dicke Rosskastanien und eine im Stammbereich wegen ihrer Überwallungen an der Veredelungsstelle sehr auffällige Blutbuche.

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Die Dechaneischanze ist eine alte Wehranlage, die noch vor 100 Jahren eine unberührte Naturidylle war, weit ab jeglicher Bebauung. In der kleinen Anlage mit baumbestandener Insel findet man einige Exoten wie Sumpfzypressen und einen Tulpenbaum sowie eine sehr weit ausladende Hänge-Rotbuche. Auffällig ist die riesige Linde auf der Insel.

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Auf kirchlichem Grund steht der Beginn dieser Fußgängern vorbehaltenen Lindenallee, die als Prozessionsweg schon im 17 Jahrhundert angelegt wurde und auf dem Weg nach Telgte an zahlreichen reich verzierten Bildstöcken entlang führt .

Die Allee wird im Bereich der Kanalbrücke durch die Verbreiterung des Kanalbettes ein geändertes Bild bekommen.

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Hinter der Brücke über den Dortmund – Ems – Kanal ( Baustelle ab ca 2010) passiert man durch die Lindenallee diese schöne Kreuzigungsgruppe. Kurz darauf hinter der Umgehungsstraße steht links am Weg eine ehemals vier-, jetzt noch dreistämmige Linde.

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Für westfälische Verhältnisse recht seltene Allee aus 67 Schwarzkiefern ( Baum des Jahres 2007 ). Der Boden im Osten Münsters ist sehr sandig, deswegen können die immergrüne Nadelgehölze hier recht gut gedeihen.

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Am Ende des Prozessionsweges stehen um die aus dem Jahr 1658 stammende Kapelle mit barockem Vesperbild ( geöffnet nur am Wochenende / Schlüssel beim Landwirt davor ) eine ca. 250 Jahre alte Linde und eine Rosskastanie.

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An der Pleistermühle beginnt ein kurzes Stück des Werseradweges stromabwärts. Bei der Gaststätte Nobiskrug mit riesiger Platane passieren wir unter der Brücke die Warendorfer Straße und fahren oberhalb des Werseufers entlang unter dem Dach eines Gehölzstreifens aus massiven Bergahornen und Eichen.

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Auf dem Hausgrundstück Warendorfer Straße Ecke Werse steht eine sehenswerte Villa aus dem Jahr 1899. Blickfang vor dem Haus ist eine 375 cm Starke Hänge-Rotbuche, vermutlich knapp über 100 Jahre alt . Das Grundstück ist Privatfläche und kann nur von der Straße besichtigt werden.

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Vor dem ehemaligen Wildgehege des früheren Gaststätte Pröbsting - jetzt ein renovierter Wohnpark - steht ein Baumgigant, an dem die Zeit auch nicht spurlos vorbeigegangen ist. Vermutlich handelt es sich um eine echte Schwarzpappel, aber der exakte Nachweis für diese sehr selten geworden Baumart ist äußerst kompliziert.

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23.07.2010:  Boniburgbuche auseinandergebrochen

mehr dazu

 

 

Der Park der ehem. Boniburg an der Werse hat wechselhafte Zeiten hinter sich: Vom Adeligensitz zum Vergnügungszentrum in den Zwanziger Jahren. Unlängst ist der Park im Sinne der zahlreichen Naturdenkmale behutsam renoviert worden. Kernstück ist die von Krankheiten gezeichnete Blutbuche,  Münsters dickster Baum mit 660 cm Stammumfang .

Mehr über den Zustand der Boniburgbuche hier.

 

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Das Vorsehungskloster wurde um 1890 erbaut und ist seit dieser Zeit im aktiven Schulbetrieb. Auf dem Gelände des Klosters kann man eine Allee aus Trauerbirken entdecken. Südlich des Gebäudes steht eine mehrstämmige alte Magnolie, die im April ihre Blütenpracht zeigt. Besonders auffällig ist die riesige Linde mit ihren weit herunterhängenden Ästen, die schon im Boden verwurzelt sind, eine der stärksten und ältesten im Stadtgebiet.

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An der Nordseite der Zufahrt zum Vorsehungskloster stehen in einer Baumreihe 23 Rotbuchen zum Teil ineinander verwachsen auf dem Wall. Dahinter im Wäldchen steht ein Stechpalmengebüsch von ca. 9500 m² Größe unter Naturschutz.

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An der Dingstiege südlich der Kleingartenanlage bilden 5 unter Schutz gestellte Stieleichen den Waldrand und geben den Blick in die westfälische Parklandschaft frei. In der Kleingartenanlage Erdenglück zeigt ein gut beschilderter Obstbaumlehrpfad z. Teil alte Sorten, zumeist Äpfel aber auch Birnen, Pflaumen, insgesamt ca 60 Bäume.

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Das Gelände des ehemaligen Hauses Mauritzheide ist Privatgrundstück der Wohn- und Stadtbau und nur auf Anfrage zur besichtigen. Da es in den letzten 25 Jahren weitestgehend sich selbst überlassen wurde, entstand um die alten Bäume nahezu ein Urwald im Stadtgebiet. Von Außen fallen die beiden in der Wiese stehenden Linden auf. Bemerkenswert ist auch die Schädigung der Rosskastanien am Schiffahrter Damm durch Miniermottenbefall ( früher Laubabwurf im Sommer).

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In der Parkanlage am Hörsterplatz kann neben anderen Baumexoten die markante Wuchsform eines alten Trompetenbaumes bewundert werden. Auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Staatsarchiv stehen 2 Rosskastanien, die im Mai prächtig blühen.

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Baum am 23.08.2010 gefällt

wegen Trockenheit durch Käferbefall


Im Garten des ehem Korff-Schmisingsschen Hofes steht Münsters ältestes Gartenhaus und eine der von dem Ulmensplintkäfer verschonte Ulme - 550 cm Stammumfang und stark ausgelichtete Krone -. Zu der Baumgruppe gehören noch sehenswerte Platanen, eine Rotbuche und 2 Rosskastanien.

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1956 wurden bei dem Neubau des Stadttheaters die beiden massiven Platanen des ehem. Adelssitzes in Betonwannen gesetzt und so vor der Fällung gerettet. Das Niveau wurde beim Neubau um 3,50 m angehoben, was an der Fassade der Ruine des Romberger Hofes deutlich zu sehen ist.

 

Ende der Tour

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